CPV-Code / Auftragsgegenstand

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Abbauarbeiten für Sicherheitsanlagen

Abgabefrist

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Vergabeart / Vergabeordnung

National UVGO

Mandant

GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung GmbH

Ort der Ausführung

Planckstraße 1, 64291 Darmstadt

Art und Umfang der Leistung

Die wirtschaftliche Verwertung von Forschungsergebnissen, ihr Transfer in die Industrie und damit in die Anwendung in der Gesellschaft beruhen heute wesentlich darauf, Forschungsergebnisse zu schützen, den Zugang dazu zu reglementieren und sie teils auch geheim zu halten.

Dem steht eine Reihe von Initiativen unter dem Motto "OPEN" gegenüber, welche neue Möglichkeiten der Gewinnung und Nutzung wissenschaftlicher Erkenntnisse eröffnen. Sie bieten das Potenzial einer verbesserten Reproduzierbarkeit von Forschungsergebnissen sowie eines einfacheren Zugangs zu Wissen und Forschungsergebnissen. Dabei werden die Potenziale und Auswirkungen digitaler Technologien genutzt mit der Absicht, alle Bestandteile des wissenschaftlichen Prozesses möglichst offen zugänglich, nachvollziehbar und nachnutzbar zu gestalten.

Open Science umfasst dazu ein breites Spektrum von Handlungsfeldern wie z.B. Open Access, Open Data oder auch Citizen Science. Während Open Access neue Lösungen zur Finanzierung verlangt, werden mit Zugang zu Forschungsdaten (Open Data), dessen Vorgehensweisen (Reproducible Science) und der Umsetzung in Software (Open Source) oder Geräteentwicklungen (Open Hardware) tiefe Einblicke in Erkenntnisse und Know-How verlangt.

Die Teilbereiche klar zu definieren und deren Ansätze zu verknüpfen sowie in neue Transfer- und Verwertungsstrategien zu überführen, stellt Wissenschaftler sowie Transferbeauftragte vor große Herausforderungen. Auch in Aufsichtsgremien und bei Zuwendungsgebern sind wesentliche Konzepte nicht konsistent definiert, Wechselwirkungen rechtlicher und administrativer Natur nicht berücksichtigt und Auswirkungen auf Beziehungen mit Dritten wie z. B. Unternehmen nicht untersucht. Dies führt teils zu erheblichen Missverständnissen.

Das Projekt Open Transfer wird für einzelne Bereiche diese Lücken schließen, indem Strategien und Methoden zum Umgang mit "Open" entwickelt und implementiert werden.

Das GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung in Darmstadt ist eine der weltweit führenden Großforschungseinrichtungen. Auch wenn viele der Forschungsarbeiten in Richtung Grundlagenforschung gehen, so entstehen doch immer wieder auch anwendungsrelevante Forschungsergebnisse in den unterschiedlichsten Feldern, z.B. in den Materialwissenschaften, der Anlagentechnik, der Informationstechnologie oder auch in den Lebenswissenschaften.

Seit einigen Jahren wird die Verwertung von anwendungsnahen Forschungsergebnissen stärker in den Fokus gerückt, u.a. durch die Stabstelle Technologietransfer. Damit konnten bereits Erfolge in der Verwertung erzielt werden. In diesem Zusammenhang steht auch der Umgang mit Open Science im Transferumfeld zunehmend im Raum.

Das GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung GmbH koordiniert das Projekt OPEN TRANSFER - Strategien für den Transfer von Forschungsergebnissen im Open-Science-Kontext und führt es gemeinsam mit dem Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf e.V. und dem Leibniz-IPHT - Leibniz-Institut für Photonische Technologien e.V. durch.

Auftragstyp: Dienstleistung

Gegenstand dieser Ausschreibung ist eine Rahmenvereinbarung zum nächstmöglichen Beginn mit Laufzeit bis September 2025 über die Erbringung von Dienstleistungen im Rahmen des Projekte OPEN TRANSFER - Strategien für den Transfer von Forschungsergebnissen im Open-Science-Kontext für das GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung GmbH.

Ziel des Vorhabens Open Transfer ist die Entwicklung und Erprobung neuer Methoden für den besseren Transfer von Wissen und Technologien im Kontext von Open Science und mit einem differenzierten Verständnis von Open Science und Transfer, insbesondere neue

- Strategien und Geschäftsmodelle für den Transfer,

- Tools für die konkrete und einfache Unterstützung von Transferprozessen, sowie

- Organisationsstrukturen und Prozesse für die Integration in die Tätigkeit der jeweiligen Forschungseinrichtungen.

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Leistungsumfang:

Im Mittelpunkt steht die Unterstützung des GSI/FAIR Technologietransfers bei der Implementierung der folgenden drei Arbeitspakete, insb. mit Fokus auf die Bereiche Open Infrastructure und die Bereichsübergreifenden Themen, in denen die jeweils die Federführung hat:

an dieser Stelle enthält das Dokument Leistungsbeschreibung eine Grafik

A. Analyse & Methodenentwicklung

Dieses Arbeitspaket dient der inhaltlichen Vorbereitung sowie der Methodenentwicklung, indem in den spezifisch für die geplanten Pilotvorhaben wichtigen Bereichen nach Good Practice und Vorerfahrungen gesucht und diese auf ihre Relevanz für die Pilotvorhaben untersucht werden. Damit werden auch Doppelentwicklungen vermieden.

Ausgangspunkt ist eine sorgfältige Literaturanalyse auf Hinweise zu von Open Science tangierten Themenfeldern und Fragestellungen. Die Literatur wird geordnet abgelegt und allen Partnern verfügbar gemacht. In einzelnen Fällen werden zur weiteren Informationsgewinnung thematisch spezifische Workshops mit Experten aus der Transfercommunity bzw. sonstigen Spezialisten durchgeführt.

Zu Einrichtungen mit besonders vielversprechenden oder anderweitig interessanten Ansätzen in den einzelnen Open-Bereichen wird in der ersten Hälfte des Projektes eine Study Tour für Mitarbeiter der Antragsteller, des Projektträgers sowie ggf. weiterer interessierter Einrichtungen organisiert.

Die Ergebnisse der Recherchen und der Study Tour werden in geeigneter Weise zusammengestellt und verfügbar gemacht.

Parallel dazu werden die zu berücksichtigenden Pilotvorhaben endgültig festgelegt (Liste der in Frage kommenden Themen in AP B). Danach werden mit den Beteiligten jedes Pilotvorhabens Gespräche zur genauen Klärung der Open-Science-bezogenen Bedarfe geführt und diese durch die Vertreter der Pilotvorhaben priorisiert.

Diese Bedarfe werden über alle drei Partner hinweg zusammengeführt, Lösungsmöglichkeiten diskutiert und priorisiert, um letztendlich zu entscheiden, welche Methoden in welchem Open-Science-Element und für welche Pilotvorhaben entwickelt werden sollen.

Der große Schwerpunkt in der Methodenentwicklung wird auf Tools und Strategien bzw. Geschäftsmodellen liegen, weil hier der größte Gestaltungsspielraum besteht. Die Übersetzung in adäquate Prozesse und Strukturen ist zwar im Rahmen der Implementierung und Verstetigung Thema, ist aber von der Gewichtung unter den beiden anderen Handlungsfeldern angesiedelt.

Die Bearbeitung der obigen Aufgaben erfolgt grundsätzlich gemeinsam, wobei die Verantwortlichkeit für Einzelaufgaben bei einzelnen Partnern liegt, wie unten dargestellt. Die Verantwortlichen bearbeiten ihre Aufgaben schwerpunktmäßig und mit Unterstützung der jeweils anderen beiden Partner.

Einzelne Aufgaben, wie hier die Festlegung der Pilotvorhaben oder die Klärung von Bedarfen und Prioritäten mit diesen erfolgt jedoch in alleiniger Verantwortung jedes der drei Partner. Ein Partner sammelt die jeweils daraus resultierenden Informationen und führt sie für die weitere Verwendung zusammen.

Nachgefragte Leistung(en)

- Unterstützung bei der Literaturrecherche

- Unterstützung bei Planung und Umsetzung der Study Tour

- Unterstützung bei Entwicklung und Auswahl zu erprobender Methoden

B. Implementierung & Optimierung

Dieses Arbeitspaket dient der inhaltlichen Vorbereitung sowie der Methodenentwicklung, indem in den spezifisch für die geplanten Pilotvorhaben wichtigen Bereichen nach Good Practice und Vorerfahrungen gesucht und diese auf ihre Relevanz für die Pilotvorhaben untersucht werden. Damit werden auch Doppelentwicklungen vermieden.

Im Arbeitspaket Implementierung & Optimierung werden die entwickelten Methoden und Strategien in den einzelnen Pilotvorhaben implementiert. Neben der Erprobung neuer Methoden in Bezug auf ihre Eignung zur Problemlösung ist auch die Passung mit anderen, bereits etablierten Methoden und Prozessen sowie ggf. notwendige Auswirkungen auf diese sicherzustellen bzw. es sind entsprechende Anpassungen vorzunehmen.

Dazu sind die entwickelten Methoden so aufzubereiten, dass sie im Tagesgeschäft einsetzbar sind, die Wissenschaftler bei der Nutzung anzuleiten und zu unterstützen sowie die Überführung in die Nachhaltigkeit vorzubereiten.

Die Implementierung der Methoden wird ausführlich evaluiert, um Erfahrungen und Erkenntnisse bereits innerhalb des Projektes zur Verbesserung der Methoden und Instrumente nutzen zu können und um die spätere Nachnutzung auf breiterer Ebene innerhalb der beteiligten Forschungseinrichtungen vorzubereiten. Dazu werden geeignete Indikatoren für den Umsetzungserfolg der einzelnen Methoden und Strategien entwickelt. Diese Indikatoren werden zu geeigneten Zeitpunkten während der Umsetzung erhoben und ausgewertet. Wo notwendig, werden die Ergebnisse daraus auch für die Modifikation der Methoden genutzt, die - sofern zeitlich möglich - wiederum in den Pilotvorhaben erprobt werden.

Nachgefragte Leistung(en)

- Unterstützung bei der Implementierung und Erprobung von Methoden

- Begleitung ausgewählter Pilotvorhaben in der Umsetzung der Methoden

- Unterstützung der Evaluierung der Methoden im praktischen Setting (Entwicklung von Indikatoren, Auswertung)

C. Aufbereitung & Verstetigung

Zur Sicherung eines nachhaltigen Veränderungseffektes innerhalb der beteiligten Partner werden die erprobten und für nutzbar befundenen Methoden in nachhaltige Strukturen und Prozesse überführt.

Bereits begleitend zu ihrer Entwicklung werden die entstehenden Methoden und die damit gemachten Erfahrungen dokumentiert. Des Weiteren werden ergänzend die Ergebnisse der begleitenden Evaluierung integriert.

Ziel ist die Aufarbeitung hin zu fertigen Bausteinen zu den entwickelten Methoden und Strategien für die weitere Nutzung innerhalb der beteiligten Forschungseinrichtungen auch durch nicht an diesem Projekt beteiligte Mitarbeiter.

Ebenso sind interne Prozesse und Strukturen in der Stabstelle Technologietransfer, aber auch in weiteren Bereichen anzupassen. Dies betrifft unter anderem die Identifizierung und Erfassung von Open-Science-relevanten Themen, die Unterstützung und Begleitung der Wissenschaftler mit ihren Themen in Planung und Umsetzung ihrer Vorhaben sowie die Festlegung von Verantwortlichkeiten und Ressourcen für diese Aufgaben.

Darüber hinaus werden geeignete Inhalte für die Nachnutzung in der Community aufbereitet. Geeignete Inhalte bedeutet hier, dass die Inhalte qualitativ relevant für andere Forschungseinrichtungen und in sinnvoller Art und Weise für verschiedene Formen der Nachnutzung aufbereitbar sein müssen.

Nachgefragte Leistung(en)

- Mitwirkung bei der Aufbereitung und Dokumentation der entstehenden Methoden

- Mitwirkung bei der Aufbereitung und Dokumentation von Prozessen und Strukturen

- Unterstützung bei der Aufbereitung der Projektergebnisse für verschiedene Nutzungsformen

Geschätzter Gesamtaufwand in Personentagen:

Für die Arbeitspakete werden Leistungen mit in etwa dem folgenden Leistungsumfang in Personentagen erwartet.

A Analyse & Methodenentwicklung 80 - 90

B Implementierung & Optimierung 70 - 80

C Aufbereitung & Verstetigung 30 - 40

Insgesamt werden dementsprechend 180 - 210 Tage erwartet.

Hinweis: Reisekosten, sollten sie anfallen, werden nicht gesondert vergütet. Sie sind einzukalkulieren und im Stunden- bzw. Tagessatz zu berücksichtigen.

Diese Ausschreibung erfolgt durch finanzielle Unterstützung seitens des Projektträger DLR Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V., Heinrich-Konen-Straße 1, 53227 Bonn,

Förderkennzeichen: 01IO2204A

CPV-Code / Auftragsgegenstand

45111320-7
Abbauarbeiten für Sicherheitsanlagen

Abgabefrist

30.09.2025

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