CPV-Code / Auftragsgegenstand

48814400-1
Klinisches Informationssystem

Abgabefrist

n.V.

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Vergabeart / Vergabeordnung

National UVGO

Mandant

Robert-Bosch-Krankenhaus GmbH

Ort der Ausführung

Auerbachstraße 110, 70376 Stuttgart

Art und Umfang der Leistung

Das Robert-Bosch-Krankenhaus ist ein Stiftungskrankenhaus, das auf eine private Initiative Robert Boschs des Älteren aus dem Jahr 1936 zurückgeht. Gesellschafterin der Robert-Bosch-Krankenhaus GmbH ist die Robert Bosch Stiftung GmbH.

Das Robert-Bosch-Krankenhaus (nachfolgend RBK) hat es sich zum Ziel gesetzt, im Jahr 2022 mit einer neuen, modernen und zukunftsorientierten telemedizinischen Plattform in Betrieb zu gehen. Gegenstand des vorliegenden Vergabeverfahrens ist die Beschaffung einer telemedizinischen Plattform, die für die Einsatzbereiche Telemonitoring, Tele-Visiten, TeleKonsile, Tele-Therapie und Forschung geeignet ist.

Ausgehend von einer dreijährigen initialen Betriebsphase nach der Implementierung soll die Telemedizin-Plattform optional noch weitere sieben Jahre betrieben werden. Optional ist für diesen Zeitraum daher ein Wartungs- und Servicevertrag anzubieten.

Die telemedizinische Plattform soll ein modularer Baustein in der Krankenhaus-IT-Landschaft des RBK sein. Eine Verknüpfung mit dem KIS (iMedOne) ist deshalb gewünscht. Aktuell plant das RBK zudem mit der Integration des Patientenportals in Zusammenarbeit mit POLAVIS. Da bisher keine eigenständige, telemedizinische Plattform beim Auftraggeber vorhanden ist, ist eine 1:1-Ablösung bisheriger Funktionen zum Starttermin des Echtbetriebes nicht erforderlich.

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird nachfolgend auf die gleichzeitige Verwendung der Sprachformen männlich, weiblich und divers (m/w/d) verzichtet. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten gleichermaßen für alle Geschlechter.

Die Beschaffung unterliegt folgende Förderkriterien des Krankenhauszukunftsgesetztes Fördertatbestand 9:

Folgende Kriterien sind zwingend umzusetzen:

MUSS-Kriterien gemäß FTB 9:

- es den Mitarbeitern ermöglichen, mit Patienten in der Häuslichkeit oder in anderen Einrichtungen in den Austausch zu kommen,

- eine elektronische Übermittlung bzw. digitale Bereitstellung aller für die Einholung und Erbringung von Telekonsilien relevanten Informationen (mindestens Patientendaten und Erst-befund, Fragestellung, Einwilligung des Patienten) ermöglichen,

- die apparativen Voraussetzungen dafür schaffen, dass das ärztliche Personal durch den digitalen Austausch von Bildmaterialien (z. B. CT-Aufnahmen, Röntgenaufnahmen, Pathologiebefunden) diese hinreichend - z. B. im Rahmen von Telekonsilien - bewerten können. Hierbei sollen Dienste für die Übertragung von Bildformaten gemäß dem Standard für "Digital Imaging and Communications in Medicine (DICOM-Standard)" genutzt werden, die den Anforderungen an die Kommunikationsdienste gemäß den Regelungen der Anlage 31a zum Bundesmantelvertrag-Ärzte (BMV-Ä) erfüllen

- dem ärztlichen Personal die Möglichkeit geben, im Kontext telemedizinsicher Konsile die elektronische Beauftragung und Beantwortung mittels rechtsverbindlicher Unterschrift (Schriftform) zu leisten,

- es den Mitarbeitern ermöglichen, über weite Distanz hinweg in einen fachlichen inter- oder intradisziplinären sowie inter- und intrasektoralen Austausch zu kommen (z. B. im Kontext von Telekonsilien, Tumorboards oder Fallkonferenzen),

und

- eine Ausstattung der Diagnose- und Funktionsräume an die erforderlichen informations-technischen- und kommunikationstechnischen Voraussetzungen gewährleisten.

Zudem muss die Lösung folgendes KANN-Kriterium erfüllen:

- es den Mitarbeitern ermöglichen, die Vitalparameter der Patientin und des Patienten durch die digitale Übertragung ebendieser bedarfsgerecht in Echtzeit oder zeitversetzt zu über-wachen (Telemonitoring),

Darüber hinaus ist eine Umsetzung des folgenden KANN-Kriteriums wünschens-wert:

- eine Warnmeldung erzeugen, sobald definierte Vitalparameter Patienten sich so verändern, dass die Patientin und der Patient in Lebensgefahr schweben.

Weitere Mindestanforderungen

Folgende Kriterien führen bei Nichterfüllung zum Ausschluss des Angebotes:

- On-Premise Lösung

- Nutzung von Standardschnittstellen des ambulanten sowie stationären Gesundheitswesens (wie z.B. HL7 / FHIR, DICOM, xDT, HCM, RFC, Rest API etc.)

- Hardwareunabhängigkeit

- Durchgängiges Datenmodell

- Marktübliche IT Sicherheitsmerkmale. Insbesondere die Konformität mit folgenden nationalen und EU weiten Bestimmungen einzuhalten: EU-DSGVO, BSI TR-03161, ISO 27001.

- Insbesondere die für die Zwecke des beschriebenen Einsatzes üblichen und notwendigen medizinischen Produktzertifizierungen

Zusätzlich werden folgende Anforderungen an die zu beschaffende Lösung

vorausgesetzt:

Fachliche Anforderungen:

- Manuelle Fallanlage und Betreuung von Patienten außerhalb des Krankenhauses über ein Remote Patient Monitoring (RPM).

- Indikationsoffene (generische) Softwarelösung: Unterschiedliche Krankheitsbilder müssen durch die Plattform bedienbar sein.

- Der Zugang zur Plattform muss über Webzugang (Browser) und als Smart Device Applikation möglich sein. Eine Mitlieferung von vorkonfigurierte Smart Devices (Smartphone, Tablet) ist optional. Die Gerätebereitstellung soll Hersteller- und Soft-wareunabhängig erfolgen.

- Monitoring von Patienten mittels Remote Patient Monitoring (RPM) durch regelmäßige Übertragung und Überwachung von Vitalparametern der teilnehmenden Patienten. Bei Abweichung der Vitalparameter von festgelegten Grenzwerten erfolgt eine Warnmeldung an das betreuende Gesundheitspersonal.

- Anpassungsfähiges Rollen- und Rechtekonzept, da Zugriff durch verschiedene Leistungserbringer (extern) sowie Abteilungen (intern) erfolgt.

- Medikationsübersicht mit entsprechender Medikationsdatenbank

- Fortlaufende standardisierte Leistungsdokumentation

- Terminplaner/Kalenderfunktion

- Kommunikationsmodul (Videokonferenz / Telekonsultation (durch zertifizierten Videodienstanbieter nach Anlage 31b zur IT-Sicherheit und Datenschutz) und Chat-Funktion) welches Berichtserstellung und Export ermöglicht

- Training und Beratungsmodul zur Durchführung von Trainings und Übungen nach Trainingsplan mittels mobilen Endgeräten

- Die Plattform soll eine Medienbibliothek enthalten, in die Schulungsunterlagen in Form von Texten und Videos (mehrminütige Beiträge zu krankheitsspezifischen Themen) hochgeladen werden können.

- An Prozessschritte effizient angepasster Workflow (Beispielsweiße patientenspezifische Zuweisung von Aufgaben, Übungen und Schulungsunterlagen innerhalb eines Versorgungsplans)

IT / Technische Anforderungen

- eine graphische Oberfläche

- Es sollte zu den im Markt etablierten Kommunikationsservern keine Kompatibilitätsprobleme geben. Das System soll den MS Windows Standards entsprechen, was als Mindestanforderung bedeutet, dass die aus der Plattform gewonnenen Daten ohne weiteres in MS Office Programme importiert und mit diesen Programmen weiterbearbeitet werden können.

- Betriebssystem UNIX / LINUX, MS Windows Server mind. 2019

- ein relationales Datenbanksystem zur Datenhaltung mit zentralem Server bzw. vernetzten Servern mit Anbindung des KIS

- Client-Server-Lösung. Die Verteilung der Software/Updates/Patches auf die Clients muss über eine Softwareverteilungslösung (unattended) möglich sein

- lauffähig unter Citrix / WTS

- Virtualisierungsfähigkeit inkl. Clientvirtualisierung

- Interaktion/ Schnittstelle zu bestehendem KIS / iMedOne und damit Anpassungsfähigkeit an die Organisation des Krankenhauses

- Zukunftsorientierte Programmiersprachen und Entwicklungsumgebung

- Netzwerkfähigkeit

- keine redundante Datenerhebung über alle abgefragten Module und bereits bestehenden Systeme (inklusive Integration von Subsystemen)

- Konformität zur Auswahl und Nutzung von Standards durch Empfehlungen/Profile wie IHE, Continua Health Alliance

- Ausbaufähigkeit des Systems. Die Nutzungs- und Weiterentwicklungsrechte an der angebotenen und als Quellcode inkl. Dokumentation hinterlegten Software, ausgenommen Software Dritter wie z. B. Datenbanken etc., gehen im Insolvenzfall an den Auftraggeber über, wobei dies kein ausschließliches Nutzungs- und Weiterentwicklungsrecht für den Auftraggeber darstellt

- Revisionssicherheit aller im System vorhandenen und erzeugten Dokumente

- Bereitstellung aller vorhandenen Dokumente aus dem System in einem revisionssicheren Ablageformat für ein Dokumentenmanagementsystem über Standardschnitt-stellen (z. B. HL7 MDM)

- Ein 24-Stunden-Betrieb des Systems

- Notfallkonzept bei Systemausfall; Redundanzkonzepte müssen angeboten werden. Zukünftige Migrationsfähigkeit

- Eine anwenderfreundliche Programmbedienung

- geringer Installations- und Pflegeaufwand. Konfiguration muss durch den Auftragge-ber möglich sein

- Datums- und Währungsunabhängigkeit des Einsatzes und der Nutzung der Software

- Deutsche Sprache in der Dokumentation der Applikation und der Anwendung selbst sowie im Support / der Hotline

- Support / Hotline inkl. Beratungsleistung

- Vollständige Implementierung / Einrichtung / Konfiguration des angebotenen Systems und der angebotenen Funktionalitäten durch den Auftragnehmer entsprechend den Notwendigkeiten beim Auftraggeber (hiermit zugesagt)

Weitere Einzelheiten zu der ausgeschriebenen Leistung, insbesondere den Entwurf der Verträge, erhalten die im Rahmen des Teilnahmewettbewerbs ausgewählten Bewerber mit Aufforderung zur Angebotsabgabe.

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