CPV-Code / Auftragsgegenstand
45000000
Bauarbeiten
Abgabefrist
Vergabeart / Vergabeordnung
EU-weit Offenes Verfahren
Mandant
Hamburg Invest Entwicklungsgesellschaft c/o ReGe Hamburg Projekt-Realisierungsgesellschaft mbH
Ort der Ausführung
Überseeallee 1, 20457 Hamburg
Art und Umfang der Leistung
Gegenstand der Leistung ist die flächige Geländeaufhöhung zur Schaffung eines tragfähigen Sandplanums für die nachfolgenden Hochbau- und Erschließungsmaßnahmen des Innovationsparks Bergedorf. Das Vorhabengebiet liegt in der Freien und Hansestadt Hamburg, Bezirk Bergedorf, südlich des Bergedorfer Zentrums und umfasst im Wesentlichen das rund 38 ha große Gebiet des Bebauungsplans "Bergedorf 99". Das Gebiet wird im Westen durch den Curslacker Neuen Deich, im Süden durch die Bundesautobahn A 25 sowie den parallel verlaufenden Autobahngraben, im Norden durch eine bestehende Bahntrasse (Bergedorf - Geesthacht) und im Osten durch angrenzende Grünflächen begrenzt. Innerhalb des Plangebietes errichtet die Körber Technologies GmbH bereits auf einer zentral gelegenen Teilfläche von rund 7 ha den Körber Technology Campus (KTC) und fungiert hierbei als Bauherr für die temporäre Erschließung und hochbauliche Herrichtung dieser Fläche innerhalb des künftigen Gewerbegebietes. Da das Plangebiet marschtypisch von setzungsempfindlichen holozänen Weichschichten geprägt ist, soll zur Vorbereitung der späteren Bebauung und Erschließung eine flächige Geländeaufhöhung mittels Sandschüttung vorgenommen werden. Die Maßnahme umfasst im Wesentlichen die Aufschüttung des Geländes bis zur planerisch festgelegten Sollgeländehöhe sowie eine Vorbelastung der späteren Verkehrsflächen zur Vorwegnahme der Verkehrslasten. Zur Beschleunigung der Konsolidierung der Weichschichten und zur Begrenzung von Restsetzungen werden in Teilbereichen Vertikaldrainagen eingesetzt. Die Ausführung erfolgt in zwei nacheinander herzustellenden Baufeldern mit einer definierten Liegezeit, an deren Ende ein Teilrückbau der Schüttung auf das Übergabeniveau und die Übergabe an die Folgegewerke stehen. Zur Fassung und gezielten Ableitung des aus den Weichschichten ausgepressten Porenwassers sowie des in den Aufschüttungskörper versickernden Niederschlagswassers ist eine bauzeitliche Entwässerung mittels Horizontaldrainagen, Pumpensümpfen und Sammelleitungen vorgesehen, die das anfallende Sickerwasser einer temporären Wasseraufbereitungsanlage zuführt. Zusätzlich werden temporäre Maßnahmen zur Sicherstellung der Entwässerung benachbarter Oberlieger und Nebenflächen vorgesehen, die nach Erreichen des Endzustands wieder zurückgebaut und durch die permanenten Entwässerungssysteme der inneren Erschließung ersetzt werden.